Kamera-Mikrofon – externes Mikrofon für Camcorder

Wer Videos mit guter Sprachqualität aufnehmen will, braucht auch ein Kamera-Mikrofon. Der Markt ist übersichtlich, dennoch greifen Laien aus falscher Sparsamkeit manchmal zum falschen Mikrofon. Wenn man von einem Kamera-Mikrofon spricht, ist meistens ein externes Richtmikrofon gemeint, das man auf die Kamera oder den Camcorder stecken kann. Richtmikrofone eigenen sich gut dafür, die Sprache von Personen im Abstand von bis zu 3 Metern in guter Qualität aufzunehmen.

Wer braucht ein Kamera-Mikrofon?

Ein Kamera Mikrofon setzt man ein, um bei Videofilmen Ton aufzunehmen. Dabei kann es mit anderen Mikrofonen kombiniert werden. Mehrere Mikrofone werden z. B. bei Aufnahmen von Konzerten und Theateraufführungen eingesetzt, aber auch bei Talkshows. In Spielfilmen hingegen benutzt man meistens nur ein Kamera Mikrofon, seltener auch mehr.

Kamera-Mikrofon kaufen

Gute Kamera Mikrofone für den Privatgebrauch kosten um die 100 Euro. Wer Stimmen aus kurzer Distanz in guter Tonqualität aufnehmen will, der wird von einem günstigeren Richtmikrofon enttäuscht sein. Professionelle Richtmikrofone kosten um die 200 Euro.

Empfehlung: Rode NTG2 Kamera-Mikrofon

Richtmikrofon Testsieger - Rode NTG-2In der Preisklasse um die 200 Euro leistet das Das Rode NTG-2 gute Dienste. Es ist mit einem Gewicht von 160 Grammsehr leicht und dennoch robust mit einem Metallgehäuse verarbeitet.

Das Kondensator-Richtmikrofon NTG2 gesitzt eine starke Supernieren-Charakteristik, so dass es Schallquellen in die Richtung, in die es zeigt verstärkt aufnimmt und seitliche Nebengeräusche isoliert.

Betrieben wird das Rode NTG2 mit einer 1,5-Volt-Batterie oder einer 48-Volt-Phantomspeisung. Der Grenzschalldruckpegel beträgt 131 dB, das Eigenrauschen 18 dBA.

Im Lieferumfang ist eine Schutztasche aus Kunstleder, eine Mikrofon-Halterung mit Schraubgewinde für Stative sowie ein Popschutz enthalten. Die Batterie fehlt allerdings.

Richtmikrofon Rode NTG2

Alternative: Rode VidMic Go

Rode Videomic Richtmikrofon kaufenFür ambitionierte Videofilmer empfehlen in der Preisklasse unter 100 Euro das Rode VideoMic Go. Das Rode VideoMic gibt es in verschiedenen Modellen, dabei sollte eine rote Rycote Halterung enthalten sein. Diese dämpft Bewegungen ab. Mit dem Klinkenkabel wird das Richtmikrofon an einen Camcorder oder eine DSLR-Spiegelreflexkamera (z.B. eine Canon EOS) angeschlossen. Das VideoMic besitzt eine Super-Nieren-Richtcharakteristik, ist aber im Gegensetz zum NTG2 aus Kunststoff. Für den Betrieb braucht man zusätzlich noch eine Batterie.

Budget-Tipp Richtmikrofon

Günstiges Richtmikrofon: Dörr DM22

Richtmikrofon Budget-Tipp - Dörr DM220Für den reinen Hobbygebrauch gibt es unter 50 Euro eine Alternative mit dem Dörr DM22. Es ist allerdings lediglich für den Hobbygebrauch zu verwenden.

Anspruchsvollere Filmer sollten lieber gleich ein bißchen mehr investieren und damit ein Exemplar kaufen, das eine bessere Tonqualität bietet und besser verarbeitet ist.

Budget-Tipp Richtmikrofon

Wofür braut man ein Kamera-Mikrofon?

Ein Kamera Mikrofon besteht aus einer Mikrofonkapsel, die Klang in elektrische Signale umwandelt. Die Kapsel befindet sich in einem Gehäuse aus Metall oder Plastik und beinhaltet neben weiterer Elektronik (z. B. Ein-/Ausschalter) oft noch ein Speiseteil, denn Mikrofone benötigen Strom zum Betrieb. Die Stromversorgung stellt die Kamera mit einem Ausgang von neun bis achtundvierzig Volt Phantomspeisung sicher. Alternativ kann man ein Kamera Mikrofon durch eine Batterie oder einen Akku betreiben. Es gibt verschiedene Wandlerprinzipien, wobei Kondensatormikrofone die im Filmbereich am häufigsten genutzte Gruppe sind.
Die elektrischen Signale der Mikrofonkapsel werden von einem Audiorekorder aufgenommen – entweder extern, d. h. in einem eigenen Gerät, oder durch Direkteinspeisung in die Kamera. Letztere Möglichkeit ist die am häufigsten eingesetzte, aber auch klanglich suboptimale Lösung. Sie wird dennoch von kleinen Filmteams und Hobbyfilmern bevorzugt, weil kein Tontechniker nötig ist und einfachere, also günstigere Technik eingesetzt werden kann. Auch der Workflow ist schneller, da die Tonspur mit dem Bild nicht mehr synchronisiert werden muss.

Verschiedene Arten von Kamera-Mikrofonen

Als Kamera-Mikrofon kommen verschiedene Mikrofon-Arten zum Einsatz. Je nach Situation verwendet man ein spezielles Mikrofon.

Die Kamera-Mikrofone lassen sich auch durch ihren Verwendungszweck sowie die Bauform der Mikrofonkapsel unterscheiden. Diese nimmt Einfluss auf den Frequenzgang, d.h. welche Audiofrequenzen lauter aufgenommen werden als andere. Der Frequenzgang wird aufwändig in einem Mikrofon-Test ermittelt. Die meisten Kamera-Mikros sind Kleinmembran-Kondensatormikrofone. Großmembranmikrofone setzt man vor allem in geschlossenen Räumen ein, z. B. zur Synchronisierung von Filmen oder für Voice-Over in Videos ein.

Richtmikrofon als Kamera-Mikrofon

Rode Videomic Richtmikrofon kaufenUm möglichst wenig Störgeräusche einzufangen, setzt man im Filmbereich sehr häufig das Richtmikrofon ein. Das Richtmikrofon ist äußerst vielseitig einsetzbar. Bei vielen kleinen, aber hochmobilen Filmteams ist es sogar oft das einzige verwendete Mikrofon. Das Richtmikrofon kann bei Videoaufnahmen auch in einer gewissen Entfernung von der Schallquelle sein und empfiehlt sich bei mehreren Personen oder spontanen Sprachaufnahmen.

Richtmikrofone

Lavaliermikrofon als Kamera-Mikrofon

Lavaliermikrofon Beyerdynamic AnsteckmikrofonWill man die Sprache eine bestimmte Person aufnehmen, ist ein Ansteckmikrofon (Lavaliermikrofon) die Wahl der Profis. Besonders bei TV-Aufnahmen werden Interview-Partner mit einem unauffälligen, aber wirkungsvollen Ansteckmikrofon ausgestattet.

Das kleine Mikrofon stört nicht im Bild und bleibt für Laien oft unbemerkt. Zudem sitzt es sehr nah an der Schallquelle, also am Mund des Sprechers und liefert dadurch ungestörten Ton.

Ansteckmikrofone

Funkmikrofon als Kamera-Mikrofon

Funkmikrofon AKG WMS40Lavaliermikrofone gibt es auch als Funkmikrofon. Statt das Kabel direkt in den Mikrofon-Eingang der Kamera zu stecken, hat man dann einen batteriebetriebenden Sender und einen Empfänger (Receiver).

Den Empfänger steckt man dann in den Kamera-Anschluss. Ein Funkmikrofon ist von Vorteil, wenn die sprechende Person sich frei bewegen will.

Funkmikrofone

Wie funktioniert ein Kamera-Mikrofon?

Ein Kamera Mikrofon besteht aus einer Mikrofonkapsel, die Klang in elektrische Signale umwandelt. Die Kapsel befindet sich in einem Gehäuse aus Metall oder Plastik und beinhaltet neben weiterer Elektronik (z. B. Ein-/Ausschalter) oft noch ein Speiseteil, denn Mikrofone benötigen Strom zum Betrieb.

Die Stromversorgung stellt die Kamera mit einem Ausgang von neun bis achtundvierzig Volt Phantomspeisung sicher. Alternativ kann man ein Kamera-Mikrofon durch eine Batterie oder einen Akku betreiben. Es gibt verschiedene Wandlerprinzipien, wobei Kondensatormikrofone die im Filmbereich am häufigsten genutzte Gruppe sind.

Die elektrischen Signale der Mikrofonkapsel werden von einem Audiorekorder aufgenommen – entweder extern, d. h. in einem eigenen Gerät, oder durch Direkteinspeisung in die Kamera. Letztere Möglichkeit ist die am häufigsten eingesetzte, aber auch klanglich suboptimale Lösung. Sie wird dennoch von kleinen Filmteams und Hobbyfilmern bevorzugt, weil kein Tontechniker nötig ist und einfachere, also günstigere Technik eingesetzt werden kann. Auch der Workflow ist schneller, da die Tonspur mit dem Bild nicht mehr synchronisiert werden muss.

Besondere Eigenschaften eines Kamera Mikrofons

Mikrofone unterscheiden sich vor allem durch ihre Richtcharakteristik. Sie gibt an, aus welcher Richtung und in welchem Winkel die Mikrofonkapsel Ton aufnimmt.

Ein Mikrofon für Kamera kann außerdem verschiedene Anschlüsse haben. Klinkenkabel werden nur im Amateurbereich eingesetzt, Profis verwenden ausschließlich XLR-Anschlüsse.

Zur Aufnahme von Ton sollte ein Mikrofon für Kamera möglichst klangneutral sein, d.h. bestimmte Frequenzen werden nicht künstlich gedämpft oder angehoben. Vor allem bei der Aufnahme von Musik ist ein Blick in den Frequenzgang von Mikrofonen aufschlussreich. Baubedingt kann kein Mikrofon alle Frequenzen gleichermaßen aufnehmen – was dazu führen kann, dass Instrumente im Bassbereich oft klanglich „zu dünn“ erscheinen.

Kamera Mikrofon Test im Video