Yeti USB-Mikrofon von Blue Microphones

Blue Microphones Yeti USB-Mikrofon

Blue Microphones Yeti USB-Mikrofon

120 Euro
7.3

Klangqualität

7.5/10

Profitauglichkeit

6.0/10

Verarbeitung

8.5/10

Das Blue Microphones Yeti USB-Mikrofon ist ein Tischmikrofon, das per USB-Kabel mit dem Computer verbunden wird. Nutzen lässt sich das Mikrofon somit an Note-, Net- und Ultrabooks sowie am klassischen Desktop-PC und an zahlreichen Turntables beziehungsweise Mischpulten mit USB-Anschluss.

Das Blue Microphones Yeti USB-Mikrofon punktet mit einem ansprechenden Design, einer soliden Verarbeitung und verschiedenen Aufnahme-Modi. Allerdings lässt die Sound-Qualität zu wünschen übrigt.

Mikrofon Test des Yeti Blue USB-Mikrofons

Eigenschaften des Blue Microphones Yeti USB-Mikrofons
  • Typ: USB-Mikrofon
  • Wandler-Prinzip: drei Kondensatorkapseln
  • Richtcharakteristik: Mehrfachauswahl (kardioid, bidirektional, omnidirektional & stereo)
  • Aufnahmequalität: 24 bit/192 kHz (in der Pro-Edition! – sonst 16 bit/48 kHz)
  • Frequenzgang: 20 Hz – 20.000 Hz
  • Lautstärkeregler
  • Stummschaltung
  • Latenzfreier Kofhörerausgang
  • Geignet für: Gesang, Musikinstrumente, Podcasting, Voiceovers, Interviews, Telefonie
  • kompatibel mit Mac and PC

Ganz gleich, ob das Blue Microphones Yeti USB-Mikrofon im Gesangsstudio oder im Arbeitszimmer als Diktiergerät genutzt wird: Die Aufnahmequalität ist als gut, aber nicht sehr gut. Für den Preis von mehr als 100 Euro hätten wir definitiv eine bessere Soundqualität erwartet.

Dies belegen Quellen wie etwa die Käuferwertungen auf Amazon sowie der eine oder andere Mikrofon Test „unabhängiger“ Onlineportale.

Auf Youtube wird das Modell sogar als „eines der besten USB-Mikrofone“ beschrieben.

In unserem Test können wir diese Vorschuss-Loorbeeren nicht bestätigen! Daher können wir nur mutmaßen, dass die Webseiten, die das Yeti als bestes USB-Mikrofon bezeichnen das Mikrofon selbst gar nicht getestet haben.

Wir haben das Yeti einem ausführlichen Mikrofon-Test mit Audio-Aufnahmen und Video unterzogen.

Das Yeti USB-Mikrofon im Video

Mikrofon-Test des Blue Yeti

1. Aufnahmetest: voller Gain, 90% Pegel am Computer, Nierencharakteristik

Bei der ersten Aufnahme haben wir das Blue Yeti aus der Verpackung genommen und direkt am Computer anschlossen. Gain ist voll aufgedreht und am Computer wurde als Pegel 90% eingestellt. Als Aufnahmemodus haben wir die Nierencharakteristik ausgewähl, die für Voice-Over die besten Ergebnisse liefern und die Umgebungsgeräusche abdämpfen sollte.

Weitere Modi sind Ombidirectional (mit Umgebungsgeräuschen), bidirectional (für Interviews mit Aufnahme vorne und hinten) sowie Stereo.

Der erste Eindruck der Tonqualität ist enttäuschend.

Die Stimme kommt klar rüber, aber die Umgebungsgeräusche werden zu stark aufgenommen, was man mit Kopfhörern deutlich hört.

Man hört den Mausklick sowie Explosive-Laute und in stillen Passagen am Anfang und am Ende auch den Lüfter des Computers.

2. Aufnahmetest: halber Gain, 95% Pegel am Computer, Nierencharakteristik, Pop-Schutz

Für den 2. Aufnahme-Test haben wir einen Pop-Schutz verwendet und den Gain am Mikrofon auf die Hälfte reduziert. In Lautsprechern hört es sich damit solide an, entspricht dennoch nicht den Erwartungen.

Fazit zum Blue Yeti USB-Mikrofon

Die drei Aufnahme-Modi sind sehr nützlich, wenn man Verwendung dafür hat. Als klassisches Voice-Over Mikrofon ist das Yeti allerdings nicht ganz perfekt. Hier fällt erstens das hohe Gewicht negativ auf, weil man es nicht wirklich gut an einem Stativ befestigen kann.

Außerdem hätte dem Yeti ein mitgelieferter Pop-Schutz gut zu Gesicht stehen. Die 5 Euro extra sollten beim relativ hohen Kaufpreis definitiv drin sein.

Desweiteren ist das Mikrofon zu empfindlich für professionelle Aufnahmen. Deswegen ist es für den Hobby-Anwender zu teuer und für professionelle Ansprüche zu schlecht.

Der Umstand, dass das Mikrofon Hintergrundgeräusche Erschütterungen und Vibrationen recht prägnant festhält, mindert den Gesamteindruck des Blue Microphones Yeti USB-Mikrofons.

Alternativen zum Yeti Blue Microphone sind das Rode NTUSB oder das wesentlich günstigere Samson Meteor Mic.

Verarbeitung und Design des Blue Yeti

Das Blue Microphones Yeti USB-Mikrofon ist in mehreren Farben erhältlich. Ob es die Blackout Edition, die Platinum Edition oder die klassische Silver Edition sein soll, hängt selbstverständlich vom Geschmack ab. Letztere Version ist allerdings als die pflegeleichteste Edition anzusehen, denn Speichelreste, Staubpartikel und Schrammen fallen auf der Lackierung in Silber kaum auf.

Die Form erinnert an die Retromikrofone aus den 60er-Jahren, wie sie in amerikanischen Radioshows oder auf den ersten Musikevents verwendet wurden. Besonders angetan sind Nutzer jedoch von der Verarbeitung, denn die Metallapplikationen sind rundum sehr robust und fest miteinander verbunden, zugleich allerdings auch beweglich gehalten. So lässt sich das Mikrofon sogar aus der Halterung nehmen und in der Hand halten oder auf einem Schwenkarm platzieren. Allerdings ist das Blue Yeti mit rund einem halben Kilo Gewicht sehr schwer.

Verwendungsmöglichkeiten

Verwenden lässt sich das Blue Microphones Yeti USB-Mikrofon als Studio-Mikrofon und als allgemeines PC-Mikrofon, denn da das Modell als ein Tischmikrofon konzipiert ist und keine weiteren Treiber benötigt, darf es an nahezu jedem System samt USB-Verbindung angeschlossen werden.

Dank des Standfußes und des langen USB-Kabels lässt sich das Blue Microphones Yeti zudem frei positionieren. Neben der USB-Buchse ist noch ein Audioausgang (3,5-Millimeter-Klinke) vorhanden, über den zum Beispiel Kopfhörer angeschlossen werden können.

Durch das Rad auf der Vorderseite darf die Lautstärke der Ausgangssignale reguliert werden und der darüber liegende Mute-Button schaltet das Mikrofon komplett stumm. Auf der Hinterseite befindet sich noch ein Mehrfachregler. Hierüber darf die genaue Art der Aufnahmequelle gewählt werden, was durchaus Sinn macht, denn ob Einzelpersonen oder Gruppen und eventuell noch Musikinstrumente aufgenommen werden sollen, macht einen großen Unterschied aus.

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